Reden Sie mit dem Betrieb, bevor Sie unterschreiben

 
 
 
 
Ratgeber · Das Gespräch · Stand August 2026

Reden Sie mit dem Betrieb, bevor Sie unterschreiben.

Die meisten vergleichen drei Blatt Papier und rufen nie zurück. Dabei sagt eine halbe Stunde am Telefon mehr über die nächsten fünfundzwanzig Jahre als jede Zahl in der Offerte. Hier stehen die Fragen — und was die Antworten verraten.

zwölf Fragen, vier Gruppen je mit dem, was die Antwort zeigt quartalsweise nachgeprüft kostenlos und unverbindlich

1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sieben kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ob sich ein Speicher lohnt, hängt am Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung — die Zahlen dazu stehen weiter unten auf dieser Seite.

Schritt 6 von 9

Massgebend für die Einmalvergütung ist die Inbetriebnahme, nicht der Auftrag.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

Kostenlos, unverbindlich, keine Werbeanrufe.

12
Fragen reichen, um eine Offerte einzuordnen — in vier Gruppen sortiert
3
Jahre, dann muss das Swissolar-Label erneuert werden; dazwischen wird stichprobenweise kontrolliert
25
Jahre bleibt die Anlage auf dem Dach — so lange begleitet Sie die Wahl des Betriebs
1
Besichtigung vor Ort trennt die ernsthafte Offerte von der Rechnung ab Luftbild
Warum überhaupt

Das Papier zeigt den Preis, das Gespräch zeigt den Betrieb

Eine Offerte ist eine Momentaufnahme. Sie sagt, was jemand rechnen will — nicht, ob er das Dach angeschaut hat, ob er den Verteiler kennt, ob er in zwölf Jahren noch existiert. All das erfahren Sie in einem Telefonat, und zwar an der Art der Antworten, nicht nur an ihrem Inhalt.

Achten Sie auf drei Dinge. Ob jemand eine Frage zurückstellt, statt zu raten. Ob er von Ihrem Dach spricht oder von Dächern allgemein. Und ob er Ihnen widerspricht, wenn Sie etwas Falsches annehmen — wer nur zustimmt, verkauft; wer korrigiert, plant.

Die Fragen

Zwölf Stück, in der Reihenfolge, in der sie sich stellen

Sie brauchen keine Fachkenntnis, um sie zu stellen. Sie brauchen sie, um die Antwort einzuordnen — deshalb steht sie daneben.

Gruppe Frage Was die Antwort verrät
GruppeVor Ort FrageWaren Sie auf dem Dach, oder rechnen Sie ab Luftbild? Was die Antwort verrätOhne Begehung sind Dachzustand, Verschattung und Kabelweg geschätzt. Genau daraus entstehen Nachträge.
GruppeVor Ort FrageHaben Sie in den Verteiler geschaut? Was die Antwort verrätPlatz im Verteiler und Zustand der Zuleitung entscheiden über einen Posten, der in vielen Offerten fehlt.
GruppeVor Ort FrageWie alt ist meine Eindeckung, und hält sie fünfundzwanzig Jahre? Was die Antwort verrätUnter der Anlage kommt niemand mehr hin. Ein Betrieb, der das anspricht, denkt weiter als bis zur Schlussrechnung.
GruppeTechnik FrageWelches Modul, welcher Wechselrichter, und warum gerade diese? Was die Antwort verrät«Weil wir die immer nehmen» ist eine ehrliche Antwort. «Weil sie am besten sind» ist keine.
GruppeTechnik FrageWie sind die Module verlegt, und warum so? Was die Antwort verrätAusrichtung und Neigung bestimmen den Ertrag übers Jahr. Wer das begründen kann, hat gerechnet.
GruppeTechnik FrageWie sichern Sie Ihre Leute auf dem Dach? Was die Antwort verrätAb zwei Metern Absturzhöhe ist eine Sicherung Vorschrift, kollektive Massnahmen gehen vor. Die Antwort zeigt, ob das eingerechnet ist.
GruppeGeld FrageWas ist in der Pauschale enthalten, was nicht? Was die Antwort verrätEine Pauschale ohne Aufzählung ist keine Preisangabe. Die Aufschlüsselung kommt in einer Viertelstunde — oder gar nicht.
GruppeGeld FrageÜbernehmen Sie Fördergesuch, Anschlussgesuch und Meldung? Was die Antwort verrätDas ist knapp ein Fünftel der Summe. Steht es nicht drin, machen Sie es selbst.
GruppeGeld FrageMit welchem Betrag rechnen Sie den Ersatz des Wechselrichters? Was die Antwort verrätWer die Frage abtut, hat die Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht zu Ende geführt.
GruppeDanach FrageWer kommt, wenn in drei Jahren etwas nicht läuft? Was die Antwort verrätEigene Leute, Subunternehmer oder Hersteller-Hotline — alle drei sind möglich, aber Sie sollten es vorher wissen.
GruppeDanach FrageWie lange dauert es von der Unterschrift bis zum Netzanschluss? Was die Antwort verrätRealistisch sind mehrere Monate, weil Werk und Gemeinde mitreden. Wer zwei Wochen verspricht, verspricht zu viel.
GruppeDanach FrageZeigen Sie mir zwei Anlagen aus meiner Gemeinde? Was die Antwort verrätOrtskenntnis ist kein Marketingargument, sondern erspart Wege, Abklärungen und Missverständnisse mit der Bauverwaltung.
Ein objektiver Anhaltspunkt

Das Label «Die Solarprofis» — und was es aussagt

Wir prüfen keine Betriebe. Wir vermitteln Anfragen an Betriebe aus Ihrer Region, und was diese Betriebe können, müssen Sie selbst beurteilen. Es gibt dazu aber einen Anhaltspunkt, den nicht wir vergeben, sondern der Branchenverband Swissolar.

Bedingung für das Label Was daraus folgt
Bedingung für das LabelMitgliedschaft bei Swissolar, Geschäftssitz in der Schweiz oder in Liechtenstein Was daraus folgtDer Betrieb ist greifbar und im Verband organisiert.
Bedingung für das LabelNachweisbare Tätigkeit am Solarmarkt Was daraus folgtKeine Gelegenheitsanbieter.
Bedingung für das LabelKontrolle einer Referenzanlage durch eine externe Stelle Was daraus folgtEs hat jemand von aussen eine gebaute Anlage angeschaut — das ist der Kern des Labels.
Bedingung für das LabelVerpflichtung auf die anerkannten Regeln der Technik und die geltenden Normen Was daraus folgtSchriftliche Selbstdeklaration, nicht bloss eine Absichtserklärung.
Bedingung für das LabelErneuerung alle drei Jahre, dazwischen Stichproben Was daraus folgtDas Label läuft ab. Fragen Sie nach dem aktuellen Stand, nicht nach dem Logo.

Quelle: Swissolar, Qualitätslabel «Die Solarprofis», abgerufen am 31. August 2026. Das Label kostet den Betrieb eine anteilige Gebühr für die externe Kontrolle sowie eine jährliche Labelgebühr. Ein fehlendes Label bedeutet nicht, dass ein Betrieb schlecht arbeitet — und ein vorhandenes ist keine Garantie für Ihre Anlage.

Häufige Fragen

Vier Punkte rund ums Gespräch

01Ist es unhöflich, so viel zu fragen?

Nein. Sie geben fünfstellig aus für etwas, das fünfundzwanzig Jahre auf Ihrem Dach bleibt. Ein Betrieb, der das nicht erklären mag, sagt Ihnen damit etwas über die nächsten fünfundzwanzig Jahre.

Umgekehrt gilt: Fragen Sie in einem Zug, nicht in sieben Mails. Wer die Liste einmal durchgeht, bekommt bessere Antworten als wer jeden zweiten Tag nachhakt.

02Was, wenn die Antworten sich widersprechen?

Das ist normal und sogar nützlich. Zwei Betriebe legen dasselbe Dach verschieden aus, weil sie unterschiedlich gewichten: der eine maximiert die Jahressumme, der andere den Winterertrag oder die Optik.

Fragen Sie den einen, was er vom Vorschlag des anderen hält. Die Begründung ist aufschlussreicher als die Anlage selbst.

03Soll ich den Preis herunterhandeln?

Am Gerüst und an der Absturzsicherung nicht. Das ist der Posten, den der Betrieb selbst einkauft und für den er die Verantwortung trägt; wer dort nachgibt, spart an der falschen Stelle.

Sinnvoller ist, den Leistungsumfang zu verhandeln: braucht es die Energieoptimierung jetzt, oder später? Und wenn Sie ohnehin eine Fassadensanierung planen, lässt sich ein Gerüst gemeinsam nutzen. Das spart wirklich.

04Woran erkenne ich, dass jemand nur verkaufen will?

An drei Zeichen. Ein Preis, der nur heute gilt. Eine Amortisationsrechnung ohne genannte Annahmen. Und Zustimmung zu allem, was Sie sagen — auch dann, wenn Sie sich irren.

Seriös ist das Gegenteil: eine Rückfrage, ein «das muss ich anschauen», und eine Rechnung, bei der dabeisteht, mit welchem Strompreis und welchem Eigenverbrauch sie gerechnet wurde.

Photovoltaik in Ihrem Kanton

Förderung, Bewilligungsverfahren und Strompreise sind kantonal geregelt. Auf der Kantonsseite stehen die Zahlen für Ihre Gegend und die Gemeinden im Überblick.

Erst die Offerten, dann die Fragen.

Postleitzahl eingeben, sieben Fragen beantworten, bis zu drei Angebote erhalten — und dann in Ruhe telefonieren.

Datenstand 31. August 2026. Quellen: Swissolar — Qualitätslabel «Die Solarprofis», abgerufen am 31.08.2026 · SUVA — Dacharbeiten: Absturzsicherung · CKW — Photovoltaikanlage Kosten, Beispielanlage mit Stand Herbst 2025. XTREMESOLAR prüft keine Betriebe; die Einordnung der Antworten liegt bei Ihnen. Wir prüfen diese Seite quartalsweise nach.