Photovoltaikanlage Thun im Oberland: Förderung und Ertrag 2026
Bis zu 1'000 Franken je Kilowatt von der Stadt.
Thun zahlt für die Dachbelegung 200 Franken je Kilowattpeak, höchstens 10'000 — und für winteroptimierte Anlagen 300 bis 1'000 je Kilowattpeak, höchstens 30'000. Der höchste kommunale Ansatz in unserem Netz und der einzige, der den Ertrag der kalten Monate belohnt.
Vergleichswert für alle Gemeindeseiten: Der Vollpreis für das Standardprofil H4 liegt 2026 in Thun bei 29.35 Rappen je Kilowattstunde, ohne Mehrwertsteuer (Erhebung der ElCom). Diese Zahl steht auf jeder Gemeindeseite und macht die Orte untereinander vergleichbar.
Photovoltaikanlage in Thun: woraus sich der Preis zusammensetzt
Thun besteht baulich aus zwei Hälften. In Altstadt, Schlossberg und Bälliz stehen enge Steildächer über gewachsenen Installationen; dort frisst der Weg vom Modul zur Hauptverteilung Stunden. Auf dem Waffenplatz- und Industrieareal zählen nicht die Panels, sondern Unterkonstruktion, Ballastierung und die Reserve, die das Tragwerk noch hat.
Dazu die Thuner Eigenheit: Wer den Winterbonus will, baut steiler aufgeständert und mit grösserem Reihenabstand — mehr Material je Modul, weniger Kilowattpeak auf gleicher Fläche. Genau diesen Mehraufwand gleicht der städtische Beitrag aus. Für ein Einfamilienhaus mit rund 10 Kilowattpeak rechnen wir mit 18'000 bis 24'000 Franken vor Förderung, eine Batterie mit 6'000 bis 11'000. Weil dieselbe Photovoltaikanlage je nach Betrieb anders kalkuliert wird, holen wir mehrere Angebote ein.
Der Winterbonus der Stadt Thun — und wer sonst noch beisteuert
Drei Ebenen kommen in Frage: eine zahlt nichts, eine nach Leistung, eine nach Bauart.
| Ebene | Was belegt ist | Was daraus folgt |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was belegt istEinmalvergütung über Pronovo: unter 30 Kilowatt 360 Franken je Kilowatt angebaut, 400 integriert, ab 30 Kilowatt 300 angebaut. Der Grundbeitrag ist uns nicht belegt und bleibt unbeziffert. | Was daraus folgtMassgebend ist der Tag der Inbetriebnahme, die Ansätze laufen bis zum 31. März des Folgejahres. Anmeldung und Fristen erledigt Ihr Partnerbetrieb. |
| EbeneKanton Bern | Was belegt istNull Franken für Solarstrom. Gefördert sind Gebäudesanierung, Wärmepumpen, Holzheizungen, Wärmenetze, Ladeinfrastruktur und thermische Kollektoren — Photovoltaik und Speicher fehlen auf der Liste. | Was daraus folgtWer für ein Thuner Hausdach einen Kantonsbeitrag verspricht, verwechselt Wärme mit Strom. Umso mehr zählt, was die Stadt tut. |
| EbeneStadt Thun · Dachbelegung | Was belegt ist200 Franken je Kilowattpeak, höchstens 10'000, aus dem Förderprogramm Energieeffizienz. | Was daraus folgtDer Grundfall: bei 10 Kilowattpeak 2'000 Franken zusätzlich zum Bund. |
| EbeneStadt Thun · winteroptimiert | Was belegt ist300 bis 1'000 Franken je Kilowattpeak, höchstens 30'000 — für Anlagen, die auf den Ertrag im Winterhalbjahr hin ausgelegt sind. | Was daraus folgtWo eine Anlage in dieser Spanne landet, hängt an der Ausgestaltung; auch ob beide Kategorien zusammenkommen, ist eine Frage an die Fachstelle. Der Partnerbetrieb klärt sie mit der Stadt, bevor gebaut wird; von Ihnen braucht es eine Unterschrift. |
Was Sie 2026 für Strom zahlen — und die Stelle, die offen bleibt
Beim Bezug ist die Lage doppelt belegt. Bei der Rücklieferung sagen wir, was fehlt.
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionBezug im Profil H4 | 202629.347 Rp./kWh | Was dahinterstecktOhne Mehrwertsteuer; brutto sind 31.724 Rappen publiziert. Quelle sind ElCom- und VESE-Daten, den Nettowert bestätigt energonia unabhängig mit 29.35. |
| PositionWas darin steckt | 202613.76 · 2.30 · 2.80 | Was dahinterstecktEnergie 13.76, Bundesabgabe 2.30, Gemeindeabgabe 2.80 Rappen, ohne Mehrwertsteuer. Dazu Netz-Leistungspreis 8.42 Franken je Kilowatt und Monat, Messung 60.00 Franken im Jahr oder 5.41 monatlich mit Mehrwertsteuer. Ein Energie-Grundpreis fehlt. |
| PositionNetznutzung, Arbeitsteil | 2026rund 10.5 Rp. | Was dahinterstecktIm Tarifblatt nicht einzeln aufgeführt. Aus dem Total abzüglich der ausgewiesenen Positionen zurückgerechnet — eine eigene Umrechnung, kein Werkswert. |
| PositionRücklieferung des Werks | 2026nicht belegt | Was dahinterstecktDie Tarifseite war zum Datenstand nicht abrufbar, deshalb nennen wir keinen Satz. Gesichert ist nur die Mindestvergütung des Bundes, 6.00 Rappen bis 30 Kilowatt seit dem 1. Januar 2026. Den geltenden Satz holt Ihr Partnerbetrieb beim Werk, bevor er rechnet. |
| PositionAbstand je selbst genutzter kWh | 202623.3 Rp. | Was dahintersteckt29.347 minus 6.00 Rappen, beides ohne Mehrwertsteuer, unsere Subtraktion — so viel ist jede Kilowattstunde wert, die im Haus bleibt. |
Warum am Ausfluss des Thunersees die kalte Jahreshälfte zählt
Den Jahresertrag bestimmen Ausrichtung, Neigung und Verschattung, den Winterertrag vor allem die Neigung. Im Dezember steht die Sonne so flach, dass sie ein sanft geneigtes Dach in sehr schrägem Winkel trifft und ein Teil der Strahlung an der Glasoberfläche verloren geht. Steiler aufgerichtet trifft dasselbe Licht senkrechter auf: mehr in den dunklen Monaten, etwas weniger im Hochsommer.
Der Tabelle unten liegen 950 bis 1'050 Kilowattstunden pro Kilowatt und Jahr zugrunde — ein Rahmen für ein mittleres Dach, keine Zusage für Ihres; was Ihre Fläche hergibt, misst der Partnerbetrieb nach. Was wir nicht tun: den Winterzuwachs einer steileren Auslegung beziffern. Solche Werte hängen an Dachwinkel, Horizont und Nachbarbebauung und gelten in der Verwaltungsregion Oberland nicht pauschal.
Melden statt bewilligen — und was seit Januar 2026 zusätzlich gilt
Auf dem gewöhnlichen Thuner Dach braucht es keine Baubewilligung. Nach Artikel 18a des Raumplanungsgesetzes sind genügend angepasste Dachanlagen in der Bauzone bewilligungsfrei, aber meldepflichtig; die Meldung geht spätestens dreissig Tage vor Baubeginn an die örtliche Baubehörde, kantonal gestützt auf Artikel 1b des Baugesetzes. Angepasst heisst am Steildach höchstens zwanzig Zentimeter Überstand, reflexionsarm und zusammenhängend verlegt, am Flachdach höchstens einen Meter über der Kante und aus 45 Grad nicht sichtbar. Melden wird Ihr Partnerbetrieb.
Neu ist die Solarpflicht, in Kraft seit dem 1. Januar 2026. Sie trifft Neubauten und Erweiterungen mit mindestens zehn Prozent der anrechenbaren Gebäudefläche, gut geeignete Dachflächen mit sechzig Prozent der Bruttodachfläche und neue öffentliche Parkplätze ab achtzig Plätzen. Für ein bestehendes Haus gilt anderes, und hier sitzt das häufigste Missverständnis: Wer sein Dach umfassend saniert, muss das ab der Hälfte der Bruttodachfläche lediglich melden. Eine Pflicht, dabei eine Solaranlage zu bauen, besteht nicht. Grundlage sind die Artikel 39a bis 39e des kantonalen Energiegesetzes; die Anwendung prüft der Partnerbetrieb.
Zehn Kilowattpeak auf einem Thuner Hausdach
| Fall | Produktion | im Haus genutzt | weniger Bezug | Einspeisung | Nutzen je Jahr |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Batterie | Produktion9'500 kWh | im Haus genutzt30 % | weniger Bezug836 CHF | Einspeisung399 CHF | Nutzen je Jahr1'235 CHF |
| Fallohne Batterie | Produktion10'500 kWh | im Haus genutzt30 % | weniger Bezug924 CHF | Einspeisung441 CHF | Nutzen je Jahr1'365 CHF |
| Fallmit Batterie | Produktion9'500 kWh | im Haus genutzt60 % | weniger Bezug1'673 CHF | Einspeisung228 CHF | Nutzen je Jahr1'901 CHF |
| Fallmit Batterie | Produktion10'500 kWh | im Haus genutzt60 % | weniger Bezug1'849 CHF | Einspeisung252 CHF | Nutzen je Jahr2'101 CHF |
Nutzen je Jahr im Vergleich
Je länger der Balken, desto grösser der Wert in der Spalte «Nutzen je Jahr» der Tabelle darüber. Die Balkenlänge zeigt das Verhältnis der Zeilen zueinander, nicht einen absoluten Massstab.
Annahmen: Jahresertrag 950 bis 1'050 kWh je Kilowattpeak. Ins Netz gehen ohne Batterie 70 und mit Batterie 40 Prozent der Produktion, den Rest nutzt das Haus selbst. Bezugspreis 29.347 Rp./kWh ohne Mehrwertsteuer, Einspeisung zur Bundesuntergrenze von 6.00 Rp./kWh, da uns kein Werkstarif belegt vorliegt. Mit dem Bruttopreis von 31.724 Rappen fällt der gesparte Bezug höher aus. Ohne Alterung, Versicherung und Unterhalt, ohne die einmalige Förderung.
Die vier Punkte, bei denen es hier regelmässig hakt
01Bis zu 1'000 Franken je Kilowattpeak: was die Stadt Thun wirklich zahlt
Das Förderprogramm Energieeffizienz kennt zwei Kategorien: die Dachbelegung mit 200 Franken je Kilowattpeak für die gewöhnliche Photovoltaikanlage, die winteroptimierte Bauart mit 300 bis 1'000. Schon die Deckel verraten die Absicht — 30'000 Franken erreicht kein Einfamilienhaus, das zielt auf grosse Dächer.
Zwei Dinge sagen wir offen. Die Spanne ist kein Automatismus — wo eine Anlage darin liegt, entscheidet die Stadt anhand der Ausgestaltung. Und die Zusicherung muss stehen, bevor die Monteure anrücken; nachträglich lässt sich nichts mehr einordnen. Beides klärt Ihr Partnerbetrieb schriftlich vorab.
02Was heisst «winteroptimiert» konkret?
Es geht um den Winkel. Eine steilere Aufständerung stellt die Module quer zur flach einfallenden Wintersonne, statt sie ihr flach entgegenzuhalten. Gleich wirken Südausrichtung mit steilem Winkel, Ost-West-Felder mit steiler Neigung und vor allem die Fassade, die im Winter besser steht. Ein Nebeneffekt gratis dazu: Von steilen Flächen rutscht Schnee ab, statt die Ernte tagelang auf null zu setzen.
Warum eine Gemeinde das belohnt, hat mit dem Schweizer Netz zu tun: Im Sommer ist Strom reichlich da, im Winter knapp — die Kilowattstunde aus dem Januar ist für die Versorgung mehr wert als die aus dem Juli. Bezahlt wird darum die Bauart, nicht der gemessene Ertrag; welche Photovoltaikanlage als winteroptimiert gilt, klärt der Partnerbetrieb mit der Fachstelle.
032.80 Rappen Gemeindeabgabe — die höchste der Region
Eine Gemeindeabgabe ist ein Zuschlag, den das Gemeinwesen auf jede über das Netz bezogene Kilowattstunde erhebt; das Werk zieht ihn ein und leitet ihn weiter. Er gehört zum Bezugspreis, liegt hier bei 2.80 Rappen ohne Mehrwertsteuer und ist der höchste Ansatz der zwölf Gemeinden, die wir im Kanton führen — bei 4'500 Kilowattstunden rund 126 Franken, unsere Multiplikation.
Das ist die Kehrseite, und wir sagen sie lieber selbst: Thun nimmt beim Bezug mehr als andere und gibt es beim Bau zurück. Wer selbst erzeugten Strom im Haus verbraucht, bezieht ihn gar nicht erst über das Netz — soweit die Abgabe auf die bezogene Kilowattstunde erhoben wird, entfällt sie für diesen Anteil. Der hohe Bezugspreis spricht darum nicht gegen eine PV-Anlage, er ist das beste Argument dafür.
04Altstadt, Schlossberg, Bälliz — und das Waffenplatzareal
Altstadt, Schlossberg und Bälliz stehen unter Ortsbildschutz, dort ist mit Auflagen zu rechnen. Das heisst nicht zwingend nein, aber: nicht im blossen Meldeverfahren. Bei geschützten und erhaltenswerten Bauten verlangt das kantonale Recht eine Baubewilligung, die Denkmalpflege wird beigezogen, und es geht um Modulfarbe, Verlegung und Einsehbarkeit. Das kostet Zeit, die vor die Offerte gehört.
Die andere Welt liegt wenige Minuten entfernt. Auf den Flachdächern des Waffenplatz- und Industrieareals spielt das Ortsbild keine Rolle; dort entscheiden Statik, Brandschutzabstände und die Einspeiseleistung, die der Anschluss verträgt. Das ist in Thun das eigentliche Volumensegment und die Bauform, bei der der Deckel von 30'000 Franken in Reichweite kommt. In welcher Welt Ihre Photovoltaikanlage steht, klärt unser Partnerbetrieb mit der Bauverwaltung.
Angebote für Ihr Dach in Thun — mit dem Winterbonus eingerechnet.
Eine Postleitzahl, sieben Fragen, danach übernehmen wir: Vorabklärung mit der Stadt, Meldung an die Baubehörde, Antrag bei Pronovo. Sie bekommen mehrere Betriebe zum Vergleich, gratis und ohne ungebetene Anrufe.
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Dieselbe Rechnung für die Nachbarschaft, den Bezirk und den Kanton.
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|---|---|
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| SeitePhotovoltaik Steffisburg | Worum es dort gehtNachbargemeinde im Verwaltungskreis Thun. |
| SeitePhotovoltaik Heimberg | Worum es dort gehtNachbargemeinde im Verwaltungskreis Thun. |
| SeiteNeigung, Ausrichtung und Kreuzmontage | Worum es dort gehtEin Ratgeberartikel zum Weiterlesen. |
Datenstand 27. August 2026 · fachlich geprüft von XTREMESOLAR. Quellen: Stadt Thun — Förderprogramm Energieeffizienz · Energie Thun AG — Tarife · ElCom — Strompreisvergleich · Pronovo — Einmalvergütung · BFE — Mindestvergütung · Kanton Bern — Förderprogramm · BELEX — Energiegesetz. Tarife gelten ab 1. Januar 2026, die Rappenwerte zum Bezug ohne Mehrwertsteuer, wo nicht anders vermerkt. Der Rückliefersatz der Energie Thun AG ist nicht belegt und wird vor jeder Offerte beim Werk abgeholt. Ansätze ändern jährlich; quartalsweise nachgeprüft.