Wallbox und Elektroauto — laden mit eigenem Strom

 
 
 
 
Ratgeber · Laden zuhause · Stand August 2026

Die Wallbox ist der grösste Verbraucher im Haus — und der am schwersten zu treffende.

Kein anderes Gerät verschiebt so viele Kilowattstunden. Nur steht das Auto meistens genau dann in der Garage, wenn das Dach nichts mehr liefert. Hier steht, was das in Franken ausmacht, wo die Ladestation hinkommt und was sie kostet.

gerechnet, nicht behauptet mit Quelle quartalsweise nachgeprüft kostenlos und unverbindlich

1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sieben kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ob sich ein Speicher lohnt, hängt am Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung — die Zahlen dazu stehen weiter unten auf dieser Seite.

Schritt 6 von 9

Massgebend für die Einmalvergütung ist die Inbetriebnahme, nicht der Auftrag.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

Kostenlos, unverbindlich, keine Werbeanrufe.

1900
Kilowattstunden im Jahr braucht ein Elektroauto bei rund 10'000 Kilometern — unsere Rechnung
18.6
Kilowattstunden je 100 Kilometer verbrauchen neu zugelassene E-Autos laut Bundesamt für Statistik
80
Prozent der Befragten laden zumindest gelegentlich zuhause, laut EnergieSchweiz
11
Kilowatt: bis dahin genügt die Anmeldung beim Werk, darüber braucht es die Genehmigung
Gerät, 11 kW, einfach ab 500 CHFGerät, smart oder 22 kW bis 5000 CHFInstallation Fachperson 1500 bis 3000 CHFBaumassnahmen 500 bis 1000 CHFÜblicher Rahmen gesamt 2500 bis 5000 CHFGerät, 11 kW, einfach ab 500 CHFGerät, smart oder 22 kW bis 5000 CHFInstallation Fachperson 1500 bis 3000 CHFBaumassnahmen 500 bis 1000 CHFÜblicher Rahmen gesamt 2500 bis 5000 CHF
Die Menge

Warum die Ladestation alles andere in den Schatten stellt

Ein Personenwagen in der Schweiz fährt rund zehntausend Kilometer im Jahr. Ein neu zugelassenes Elektroauto braucht dafür 18,6 Kilowattstunden je hundert Kilometer — das ist der Wert, den das Bundesamt für Statistik für die Neuzulassungen ausweist. Beides zusammen ergibt rund 1900 Kilowattstunden im Jahr.

Zum Vergleich: Ein Raumklimagerät kommt in einer ganzen Sommersaison auf etwa hundert Kilowattstunden. Das Auto braucht das Neunzehnfache. Wenn Sie den Strom vom eigenen Dach im Haus behalten wollen, statt ihn für sechs Rappen abzugeben, dann ist die Ladestation der grösste einzelne Hebel, den ein normaler Haushalt hat — grösser als Warmwasser, grösser als jedes Haushaltgerät.

Unsere eigene Rechnung: 10'000 km mal 18,6 kWh je 100 km ergibt 1860 kWh, gerundet 1900. Die Fahrleistung ist ebenfalls unsere Rechnung aus zwei BFS-Zahlen — 48,0 Milliarden Fahrzeugkilometer inländischer Personenwagen im Jahr 2022, geteilt durch rund 4,6 Millionen immatrikulierte Personenwagen. Der Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2021 nennt 10'256 Kilometer, was dazu passt. Wie viel Sie tatsächlich fahren, wissen nur Sie — rechnen Sie mit Ihrer eigenen Zahl weiter.

Der Haken

Das Auto steht dann in der Garage, wenn das Dach schläft

EnergieSchweiz hat im Sommer 2025 zweitausend Fahrerinnen und Fahrer befragt. Über achtzig Prozent laden zumindest gelegentlich zuhause, nur ein Viertel zumindest gelegentlich am Arbeitsplatz.

Zuhause laden ist also der Normalfall. Nur heisst zuhause für die meisten: abends und nachts. Genau dann liefert die Anlage nichts. Der grösste Verbraucher im Haus und der grösste Erzeuger auf dem Dach laufen zeitlich aneinander vorbei — das ist der ehrliche Kern dieses Beitrags, und kein Verkäufer wird ihn Ihnen von sich aus nennen.

Deshalb ist die richtige Frage nicht «wie viel spare ich», sondern «welchen Anteil bekomme ich in die Sonnenstunden». Die folgende Rechnung zeigt vier Fälle. Jede Kilowattstunde, die vom eigenen Dach ins Auto geht statt ins Netz, ist rund neunzehn Rappen wert — die Differenz zwischen dem, was Sie für Strom bezahlen, und dem, was Sie für Einspeisung bekommen.

Fall Wann das Auto lädt Anteil vom Dach Betrag in Franken
FallNur nachts Wann das Auto lädtHeimkehr am Abend, Ladung über Nacht, kein Eingriff. Anteil vom Dach0 Prozent Betrag in Franken0
FallWochenende und Homeoffice Wann das Auto lädtAn zwei, drei Tagen der Woche steht das Auto tagsüber da. Anteil vom Dach25 Prozent Betrag in Franken90
FallBewusst gesteuert Wann das Auto lädtÜberschusssteuerung, Ladung wird auf sonnige Stunden gelegt. Anteil vom Dach50 Prozent Betrag in Franken175
FallDer Idealfall Wann das Auto lädtZweitwagen, der fast immer zuhause steht. Selten. Anteil vom Dach100 Prozent Betrag in Franken355

Betrag in Franken im Vergleich

Nur nachts0
Wochenende und Homeoffice90
Bewusst gesteuert175
Der Idealfall355

Je länger der Balken, desto grösser der Wert in der Spalte «Betrag in Franken» der Tabelle darüber. Die Balkenlänge zeigt das Verhältnis der Zeilen zueinander, nicht einen absoluten Massstab.

Unsere eigene Rechnung, gerundet: 1860 Kilowattstunden mal 19 Rappen Differenz, mal dem jeweiligen Anteil. Angenommen sind rund 25 Rappen Bezugspreis und rund 6 Rappen Mindestvergütung; Ihr tatsächlicher Bezugspreis steht auf der Seite Ihrer Gemeinde. Welcher Anteil bei Ihnen erreichbar ist, können wir nicht sagen — das hängt allein daran, wann Sie fahren.

Die CKW rechnet dieselbe Sache anders herum und kommt auf dieselbe Grössenordnung: rund 4.50 Franken je hundert Kilometer mit Netzstrom zu etwa 29 Rappen, rund 1.30 Franken je hundert Kilometer mit Solarstrom.

Der Ort

Wo die Wallbox hinkommt — und warum das den Preis macht

Die Ladestation hängt an der Wand, und die Wand entscheidet mit über die Rechnung. Der Preistreiber ist fast immer derselbe: der Weg vom Verteiler zur Wallbox. Jeder Meter Leitung, jeder Wanddurchbruch, jede Grabung zum freistehenden Carport kostet. Eine Ladestation zwei Meter neben dem Zählerkasten ist ein anderer Auftrag als eine Ladestation am hinteren Ende einer Tiefgarage.

Der zweite Punkt wird regelmässig vergessen: Wo sitzt der Ladeanschluss an Ihrem Auto? Vorne links, vorne rechts oder hinten — die Hersteller machen das unterschiedlich, und beim nächsten Fahrzeug kann es anders sein. Wer die Wallbox so setzt, dass das Kabel nur in einer einzigen Parkposition reicht, ärgert sich später. Stellen Sie das Auto probehalber hin, bevor die Fachperson bohrt.

Frage vor der Montage Warum sie zählt
Frage vor der MontageWie weit ist der Verteiler entfernt? Warum sie zähltDer Leitungsweg ist der grösste einzelne Kostenfaktor der Installation.
Frage vor der MontageAuf welcher Seite lädt das Auto? Warum sie zähltBestimmt Wandseite und Kabellänge — und ob rückwärts eingeparkt werden muss.
Frage vor der MontageDrinnen oder draussen? Warum sie zähltAussenmontage verlangt ein dafür zugelassenes Gerät; die Schutzart steht im Datenblatt.
Frage vor der MontageWie stark ist der Hausanschluss? Warum sie zähltEntscheidet, ob 11 Kilowatt möglich sind oder ob es Lastmanagement braucht.
Frage vor der MontageKommt ein zweites Auto? Warum sie zähltEin Leerrohr mitzuverlegen kostet heute wenig und später viel.
Frage vor der MontageSoll sie Sonnenüberschuss laden? Warum sie zähltDann muss sie den Ladestrom regeln können — das kann nicht jedes Gerät.

Der TCS rechnet ein Beispiel vor, das die Grenzen zeigt: Eine Liegenschaft mit neun Wohnungen und einem Anschluss für 80 Ampere verträgt eine Ladestation mit 11 Kilowatt — oder drei Stationen mit je 3,7 Kilowatt. Wer im Mehrfamilienhaus wohnt, plant deshalb nicht die eigene Wallbox, sondern von Anfang an die Infrastruktur für alle Plätze. Alles andere führt dazu, dass der Zweite keine mehr bekommt.

Der Preis

Was eine Ladestation zuhause kostet

Zahlen der CKW für die Schweiz. Sie gehören nicht in die Solarofferte — die Wallbox ist ein eigener Auftrag, oft an einen anderen Betrieb.

Posten Betrag Was dahintersteckt
PostenGerät, 11 kW, einfach Betragab 500 CHF Was dahinterstecktLädt und sonst nichts. Kein Lastmanagement, keine Überschusssteuerung.
PostenGerät, smart oder 22 kW Betragbis 5000 CHF Was dahinterstecktSteuerung, Zähler, Phasenumschaltung — das, was Überschussladen erst möglich macht.
PostenInstallation Fachperson Betrag1500 bis 3000 CHF Was dahinterstecktLeitung, Schutzschalter, Anschlussgesuch und Installationsanzeige.
PostenBaumassnahmen Betrag500 bis 1000 CHF Was dahinterstecktWanddurchbruch, Grabarbeiten, Befestigung.
PostenÜblicher Rahmen gesamt Betrag2500 bis 5000 CHF Was dahinterstecktAnschaffung und Installation zusammen, laut CKW.

Quelle: CKW, Wallbox-Kosten, abgerufen am 31. August 2026. Kostentreiber laut CKW: Wanddurchbrüche, längere Kabelwege, zusätzliche Schutzschalter und — vor allem bei 22 Kilowatt — eine nötige Netzverstärkung. Einzelne Kantone und Gemeinden fördern Ladeinfrastruktur; ob Ihre dazugehört, sagt Ihnen Ihre Gemeinde.

Häufige Fragen

Vier Punkte zur Ladestation zuhause

01Muss ich die Wallbox anmelden?

Ja, jede. Bis elf Kilowatt genügt die Anmeldung beim Netzbetreiber, darüber braucht es vor der Inbetriebnahme dessen ausdrückliche Genehmigung. Rechtsgrundlage sind Elektrizitätsgesetz, Elektrizitätsverordnung, die Niederspannungs-Installationsverordnung und die VSE-Richtlinien.

Das Anschlussgesuch und die Installationsanzeige macht die konzessionierte Fachperson, nicht Sie. Verlangen Sie in der Offerte, dass beides ausdrücklich enthalten ist.

02Elf oder zweiundzwanzig Kilowatt?

Zuhause fast immer elf. Der TCS rechnet: Mit elf Kilowatt ist ein E-Auto in sechs bis acht Stunden voll — das passt in jede Nacht und in jeden Arbeitstag. Zweiundzwanzig bringen nur dann etwas, wenn das Fahrzeug sie überhaupt aufnimmt, und viele können es nicht.

Dafür kosten sie mehr, brauchen die Genehmigung des Werks und unter Umständen eine Netzverstärkung. Für rund 1900 Kilowattstunden im Jahr ist das der falsche Aufwand.

03Kann jede Wallbox mit Sonnenüberschuss laden?

Nein. Es braucht drei Dinge: einen Zähler, der den Überschuss misst, eine Steuerung, die daraus einen Ladestrom macht, und ein Gerät, das diesen Strom überhaupt regeln kann. Ein einfaches Gerät für fünfhundert Franken lädt mit voller Leistung oder gar nicht.

Dazu kommt eine physikalische Untergrenze: Weniger als sechs Ampere je Phase gibt kein Ladevorgang her. Dreiphasig sind das rund 4,1 Kilowatt — so viel Überschuss hat ein normales Dach nicht den ganzen Tag. Geräte mit automatischer Phasenumschaltung gehen auf eine Phase herunter und laden schon ab rund 1,4 Kilowatt weiter. Genau dafür zahlt man den Aufpreis.

04Was gilt in der Mietwohnung oder im Stockwerkeigentum?

Der Parkplatz gehört Ihnen nicht allein, die Steigleitung schon gar nicht. Ohne Zustimmung der Eigentümerschaft beziehungsweise der Versammlung geht nichts. Das ist kein technisches, sondern ein Terminproblem — rechnen Sie mit Monaten.

Der bessere Weg ist meist der gemeinsame: eine Grundinstallation mit Lastmanagement für alle Plätze, dann kann jede Partei zuschalten, wenn sie so weit ist. Wird stattdessen die erste Wallbox einzeln angeschlossen, ist der Anschluss oft ausgereizt, bevor die zweite kommt.

Photovoltaik in Ihrem Kanton

Förderung, Bewilligungsverfahren und Strompreise sind kantonal geregelt. Auf der Kantonsseite stehen die Zahlen für Ihre Gegend und die Gemeinden im Überblick.

Zuerst das Dach, dann die Ladestation.

Postleitzahl eingeben, sieben Fragen beantworten, bis zu drei vergleichbare Angebote erhalten — ohne Kosten, ohne Telefonwerbung.

Datenstand 31. August 2026. Quellen: Bundesamt für Statistik — Leistungen im Personenverkehr (48,0 Mrd. Fahrzeugkilometer inländischer Personenwagen 2022) · BFS — Strassenfahrzeuge, Bestand (rund 4,6 Mio. Personenwagen) · BFS über SWI swissinfo.ch — 18,6 kWh je 100 km bei Neuzulassungen, publiziert 03.02.2024 · EnergieSchweiz — Wie lädt die Schweiz?, Befragung von 2003 Personen vom 17.07. bis 18.08.2025 · CKW — gesetzliche Vorgaben für Ladestationen · CKW — Wallbox Kosten · TCS — Elektroauto-Ladestation zuhause installieren, alle abgerufen am 31.08.2026. Die Frankenbeträge der Jahresrechnung sind unsere eigene Rechnung mit angenommenen 25 Rappen Bezugspreis und 6 Rappen Vergütung. Die Untergrenze von sechs Ampere je Phase ist eine Eigenschaft des Ladeverfahrens und in der Fachliteratur zum einphasigen und dreiphasigen Laden beschrieben; wir führen dazu keinen Schweizer Beleg. Wir prüfen diese Seite quartalsweise nach.