Wie aus Sonnenlicht Strom wird
Solarzellen mögen Licht, aber sie mögen keine Hitze.
Der Zusammenhang überrascht viele: Der beste Ertragstag ist nicht der heisseste, sondern ein kühler, klarer Tag. Wer versteht, warum, versteht auch, weshalb im März mehr ankommt als erwartet.
Licht trifft Silizium, und Ladung wandert
Eine Solarzelle besteht aus zwei Siliziumschichten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Trifft Licht auf die Grenzfläche, werden Ladungsträger frei und wandern in eine Richtung ab. Zwischen Vorder- und Rückseite entsteht eine Spannung — wird ein Verbraucher angeschlossen, fliesst Strom.
Entscheidend ist die Menge des Lichts, nicht die Wärme. Deshalb liefert ein kühler, klarer Frühlingstag mehr als ein schwüler Hochsommertag mit Dunst. Steigt die Zelltemperatur, sinkt die Spannung und damit die Leistung.
Auch an bewölkten Tagen kommt Ertrag zustande. Das Licht ist dann diffus, also aus allen Richtungen gestreut. Es ist deutlich schwächer als direkte Einstrahlung, aber es ist nicht null — ein Grund, warum die Jahreskurve nicht einfach zwischen Sonne und Schatten springt.
Der Wirkungsgrad gibt an, welcher Anteil der Einstrahlung in Strom umgesetzt wird. Rund 22 Prozent sind heute typisch; die restliche Energie wird zu Wärme.
Wie lange ein Modul arbeitet, bis es sich energetisch lohnt
Die Herstellung eines Moduls braucht Energie. Rund fünfzehn Monate Betrieb genügen, um diese Energie wieder einzuspielen — gerechnet für mitteleuropäische Verhältnisse. Alles danach ist Gewinn.
Das ist eine andere Rechnung als die finanzielle Amortisation, die mit Franken statt mit Kilowattstunden arbeitet und deutlich länger dauert. Beide Zahlen werden oft verwechselt.
Vier Punkte zur Funktionsweise
01Liefert die Anlage bei Bewölkung gar nichts?
Doch, aber deutlich weniger. Diffuses Licht wird ebenfalls umgesetzt. Vollständig null wird es erst nachts.
02Warum ist der Wirkungsgrad nicht höher?
Nur ein Teil des Sonnenspektrums lässt sich in einer Siliziumzelle nutzen; der Rest wird Wärme. Die physikalische Grenze liegt für diese Bauart deutlich unter hundert Prozent. Für Ihr Dach zählt ohnehin der Ertrag je Fläche, nicht die Prozentzahl.
03Schadet Hitze der Anlage?
Dauerhaft nicht, aber sie kostet Leistung. Deshalb werden Module mit Abstand zur Dachhaut montiert — die Hinterlüftung hält sie kühler. Eine vollflächig in die Dachhaut integrierte Anlage ist wärmer und liefert je Kilowatt etwas weniger.
04Brauchen Module direkte Sonne zur Mittagszeit?
Sie liefern dann am meisten, aber nicht nur dann. Über den Tag verteilt kommt auch morgens und abends Ertrag zusammen, je nach Ausrichtung unterschiedlich stark.
Was dazugehört
| Beitrag | Worum es dort geht |
|---|---|
| BeitragGrundlagen Photovoltaik | Worum es dort gehtWoraus die Anlage besteht. |
| BeitragWelche Monate liefern | Worum es dort gehtWie sich der Ertrag übers Jahr verteilt. |
| BeitragNeigung, Ausrichtung, Kreuzmontage | Worum es dort gehtWas die Lage der Module ausmacht. |
Was Ihr Dach hergibt, rechnet ein Betrieb aus.
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Datenstand 12. September 2026. Quellen: Swissolar · EnergieSchweiz · Sonnendach.ch des Bundes · Pronovo, abgerufen am 12. September 2026.