Verschattung: was Baum, Kamin und Nachbarhaus kosten
Ein Schatten auf einem Modul kann mehr kosten als ein Modul.
Module in einem Strang sind in Reihe geschaltet. Fällt Schatten auf eines, zieht es die anderen mit — es sei denn, die Anlage ist darauf ausgelegt.
Vier Schattenquellen, vier Verhaltensweisen
Der entscheidende Zeitpunkt ist nicht der ganze Tag, sondern die ertragsstarken Stunden um die Mittagszeit. Ein Schatten um sieben Uhr morgens kostet wenig.
| Quelle | Wie sich der Schatten verhält | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| QuelleKamin oder Lukarne | Wie sich der Schatten verhältWandert über den Tag, trifft nacheinander verschiedene Module | Was das bedeutetDauerhaft. Lässt sich nur durch Auslegung und Technik entschärfen. |
| QuelleBaum | Wie sich der Schatten verhältWächst. Im Winter oft geringer, weil ohne Laub | Was das bedeutetVeränderlich — was heute passt, kann in zehn Jahren stören. |
| QuelleNachbargebäude | Wie sich der Schatten verhältKonstant, aber jahreszeitlich verschieden stark | Was das bedeutetPlanbar. Die Sonne steht im Dezember deutlich tiefer als im Juni. |
| QuelleAntenne, Blitzableiter, Dachfenster | Wie sich der Schatten verhältKleiner, oft harter Schatten | Was das bedeutetHäufig unterschätzt, weil er in der Planung übersehen wird. |
Was hilft — und was es kostet
Die erste Massnahme ist die Auslegung: Module so auf Stränge verteilen, dass beschattete und unbeschattete nicht im selben Strang liegen. Das kostet nichts ausser Planung.
Die zweite sind Leistungsoptimierer. Sie sitzen hinter jedem Modul und entkoppeln es elektrisch von den anderen. Ein beschattetes Modul zieht dann die übrigen nicht mehr mit.
Die dritte sind Modulwechselrichter, die jedes Modul einzeln auf Wechselstrom bringen. Technisch die konsequenteste Lösung, dafür mit mehr Geräten auf dem Dach.
Alle drei gehören vor die Unterschrift geklärt. Wer später nachrüstet, zahlt für dieselbe Wirkung mehr — die Anlage muss dafür geöffnet werden.
Welche Lösung sich rechnet, hängt am Ausmass der Verschattung. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht; verlangen Sie eine Begründung in der Offerte.
Vier Punkte zur Verschattung
01Lohnt sich ein Dach mit Teilverschattung überhaupt?
Meistens ja, aber die verschattete Fläche gehört rechnerisch heraus. Ein Betrieb, der die Verschattung ignoriert und den vollen Ertrag verspricht, rechnet Ihnen die Anlage schön.
02Muss ich meinen Baum fällen?
Das ist eine Abwägung, keine technische Notwendigkeit — und je nach Gemeinde braucht es dafür eine Bewilligung. Klären Sie zuerst, wie viel der Baum tatsächlich kostet; oft ist es weniger, als man denkt.
03Sieht man Verschattung in der Überwachungs-App?
Ja, wenn die Anlage je Modul oder je Strang misst. Dann fällt ein regelmässiger Einbruch zur selben Tageszeit auf. Bei einer Anlage ohne Einzelmessung sieht man nur die Summe.
04Ändert sich die Verschattung übers Jahr?
Deutlich. Im Dezember steht die Sonne tief, die Schatten sind am längsten. Eine Planung, die nur den Sommer betrachtet, unterschätzt das Problem.
Was dazugehört
| Beitrag | Worum es dort geht |
|---|---|
| BeitragNeigung, Ausrichtung, Kreuzmontage | Worum es dort gehtWas die Lage der Module ausmacht. |
| BeitragWechselrichter und Apps | Worum es dort gehtOptimierer, Modulwechselrichter und Überwachung. |
| BeitragWelche Monate liefern | Worum es dort gehtWie sich der Ertrag übers Jahr verteilt. |
Lassen Sie die Verschattung rechnen, nicht schätzen.
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Datenstand 12. September 2026. Quellen: Swissolar · EnergieSchweiz · Sonnendach.ch des Bundes · Pronovo, abgerufen am 12. September 2026.