Grundlagen: woraus eine Photovoltaikanlage besteht
Eine Photovoltaikanlage besteht aus vier Teilen. Drei davon halten sehr lange.
Wer die vier Bestandteile kennt, liest eine Offerte anders — und erkennt, welche Position dauerhaft ist und welche in fünfzehn Jahren wiederkommt.
Vier Teile, vier Aufgaben
Der grösste Kostenblock ist keiner dieser vier Teile, sondern die Arbeit auf dem Dach. Das überrascht die meisten und steht im Beitrag zu den Kosten im Detail.
| Teil | Was es tut | Lebensdauer und Ersatz |
|---|---|---|
| TeilModule | Was es tutWandeln Sonnenlicht in Gleichstrom. Heutige Module erreichen typischerweise rund 22 Prozent Wirkungsgrad. | Lebensdauer und ErsatzHalten sehr lange. Gemessen an 1658 Schweizer Anlagen verlieren sie 0,25 Prozent Leistung im Jahr. |
| TeilWechselrichter | Was es tutMacht aus dem Gleichstrom den Wechselstrom, den Ihr Haus und das Netz brauchen. | Lebensdauer und ErsatzDas Verschleissteil. Wird üblicherweise einmal über die Lebensdauer der Anlage ersetzt. |
| TeilZähler und Anschluss | Was es tutMisst, was Sie beziehen und was Sie einspeisen. Wird vom Werk gesetzt. | Lebensdauer und ErsatzGehört dem Werk, nicht Ihnen. |
| TeilUnterkonstruktion | Was es tutDachhaken, Schienen, Klemmen. Hält die Module und leitet Wind- und Schneelasten ins Dach. | Lebensdauer und ErsatzAusgelegt auf die Lebensdauer der Anlage. |
Vom Modul bis zur Steckdose
Die Module liefern Gleichstrom. Der läuft über Kabel zum Wechselrichter, meist im Keller oder in der Garage. Dort wird er in Wechselstrom umgewandelt und in die Hausverteilung eingespeist.
Was das Haus in diesem Moment braucht, wird sofort verbraucht — das ist der Eigenverbrauch und der wertvollste Teil. Was übrig bleibt, fliesst über den Zähler ins Netz und wird vergütet.
Reicht die Erzeugung nicht, kommt die Differenz wie bisher vom Werk. Die Anlage ersetzt den Netzanschluss nicht, sie reduziert nur, was Sie darüber beziehen.
Vier Punkte zum Aufbau
01Braucht die Anlage einen neuen Zähler?
In aller Regel ja — einen, der in beide Richtungen misst. Der Zähler gehört dem Werk und wird von ihm gesetzt. Die Kosten stehen in der Offerte oder kommen vom Werk separat.
02Was passiert bei einem Stromausfall?
Eine gewöhnliche netzgekoppelte Anlage schaltet ab. Das ist Vorschrift, damit niemand am vermeintlich toten Netz arbeitet und Strom anliegt. Wer bei Ausfall weiterproduzieren will, braucht eine Notstromfunktion — das ist eine eigene Ausstattung und kostet extra.
03Wie laut ist der Wechselrichter?
Er hat ein Lüftergeräusch, das im Betrieb hörbar sein kann. Deshalb steht er selten im Schlafzimmer nebenan. Der Aufstellungsort gehört in die Offerte.
04Verlieren Module wirklich kaum Leistung?
Die Messung an 1658 Schweizer Anlagen ergab 0,25 Prozent Verlust im Jahr. Nach zwanzig Jahren wären das rund fünf Prozent — deutlich weniger, als viele erwarten.
Was dazugehört
| Beitrag | Worum es dort geht |
|---|---|
| BeitragWie Sonnenlicht zu Strom wird | Worum es dort gehtWas in der Zelle passiert. |
| BeitragSolarmodule und Modularten | Worum es dort gehtWelche Module es gibt und was sie unterscheidet. |
| BeitragWechselrichter und Apps | Worum es dort gehtDas Verschleissteil und seine Überwachung. |
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Datenstand 12. September 2026. Quellen: Swissolar · EnergieSchweiz · Sonnendach.ch des Bundes · Pronovo, abgerufen am 12. September 2026.