Photovoltaik und Architektur: Anlagen, die zum Haus passen
Wie die Anlage aussieht, entscheiden Sie einmal — beim Entwurf, nicht bei der Montage.
Zwischen aufgesetzt und in die Dachhaut integriert liegen Optik, Preis und ein unterschiedlicher Bundesbeitrag. Bei Schutzobjekten kommt eine dritte Instanz dazu.
Drei Arten, das Dach zu belegen
Eine integrierte Anlage lohnt sich besonders, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt werden muss — dann ersetzt sie die Ziegel statt zusätzlich darauf zu liegen.
| Bauart | Wie sie aussieht | Was sie kostet und bringt |
|---|---|---|
| BauartAufgesetzt (Aufdach) | Wie sie aussiehtModule auf Schienen über der bestehenden Dachhaut, wenige Zentimeter Abstand. | Was sie kostet und bringtDie günstigste Variante. Hinterlüftet, dadurch etwas kühler und ertragsstärker. 360 Franken je Kilowatt vom Bund. |
| BauartIntegriert (Indach) | Wie sie aussiehtDie Module ersetzen die Dachhaut. Bündige, ruhige Fläche. | Was sie kostet und bringtTeurer, dafür entfallen Ziegel. Wärmer und dadurch je Kilowatt etwas weniger Ertrag. 400 Franken je Kilowatt vom Bund. |
| BauartFassade | Wie sie aussiehtModule senkrecht an der Wand. | Was sie kostet und bringtGeringerer Jahresertrag, aber 42 Prozent davon im Winterhalbjahr statt 27. In Basel-Landschaft mit 120 Franken je Quadratmeter gefördert, nur zusammen mit einer Sanierung. |
Wenn die Denkmalpflege mitredet
Bei geschützten Gebäuden und in Schutzzonen entscheidet nicht allein die Bauordnung. Die Denkmalpflege wird einbezogen, und das braucht Zeit — deutlich mehr als ein gewöhnliches Meldeverfahren.
Gefragt sind dann Lösungen, die sich zurücknehmen: dunkle Rahmen, einheitliche Flächen, Module ohne sichtbare Befestigung, gelegentlich eine Anlage auf der abgewandten Dachseite.
Klären Sie diese Frage vor der ersten Offerte. Ein Betrieb kann planen, was er will — wenn die Bewilligung die Bauart vorgibt, wird umgeplant.
Ob Ihr Gebäude betroffen ist, sagt Ihnen die Bauverwaltung der Gemeinde. In Basel-Landschaft läuft die Meldung ohnehin über das kantonale Bauinspektorat.
Vier Punkte zur Gestaltung
01Ist eine integrierte Anlage dichter als das Ziegeldach?
Sie ist ein vollwertiger Dachaufbau und muss dicht ausgeführt sein. Das ist Fachhandwerk — verlangen Sie Referenzen für Indach-Anlagen, nicht nur für Photovoltaik allgemein.
02Bringt ein schwarzer Rahmen weniger Ertrag?
Praktisch nicht. Vollschwarze Module liegen minimal unter Standardmodulen, weil sie sich etwas stärker erwärmen. Der Unterschied ist klein gegenüber dem optischen Gewinn.
03Kann ich auf einem Flachdach frei wählen?
Weitgehend ja, dort ist die Anlage von der Strasse meist nicht sichtbar. Beachten Sie den Reihenabstand gegen Eigenverschattung und die Windlast — beides bestimmt die Aufständerung.
04Lohnt sich eine Fassadenanlage?
Über das Jahr bringt sie weniger. Ihr Vorteil ist die Verteilung: 42 Prozent im Winterhalbjahr gegenüber 27 beim Dach. Wo Dachfläche fehlt oder Winterstrom zählt, ist sie eine ernsthafte Option.
Was dazugehört
| Beitrag | Worum es dort geht |
|---|---|
| BeitragMelden oder bewilligen | Worum es dort gehtDer baurechtliche Weg. |
| BeitragErtrag im Winter | Worum es dort gehtWarum die Fassade im Winter punktet. |
| BeitragEinmalvergütung | Worum es dort gehtWarum integriert 400 statt 360 Franken bringt. |
Klären Sie die Bauart vor der Planung.
Nennen Sie uns Ihre Postleitzahl und ein paar Eckdaten, dann kommen bis zu drei Angebote aus Ihrer Region. Kostenlos und unverbindlich.
Datenstand 12. September 2026. Quellen: Swissolar · EnergieSchweiz · Sonnendach.ch des Bundes · Pronovo, abgerufen am 12. September 2026.