Wohin sich Photovoltaik entwickelt — und was das für Ihren Entscheid heisst
Auf die nächste Modulgeneration zu warten kostet mehr, als sie einbringt.
Die Technik entwickelt sich, aber langsamer, als Werbung vermuten lässt. Vier Entwicklungen sind real — und keine davon ist ein Grund, den Bau zu verschieben.
Vier Entwicklungen, nüchtern betrachtet
Was Sie auf dem Dach kaufen, ist ausgereifte Technik. Der Fortschritt bei Modulen läuft in kleinen Schritten, nicht in Sprüngen — anders als der Eigenverbrauch, den Sie ab dem ersten Tag haben.
| Entwicklung | Was dahintersteckt | Was das für ein Hausdach heisst |
|---|---|---|
| EntwicklungBifaziale Module | Was dahinterstecktModule, die auch von der Rückseite Licht aufnehmen. Bis zu 30 Prozent Mehrertrag sind möglich. | Was das für ein Hausdach heisstAuf dem Schrägdach nicht — dort liegt die Rückseite auf dem Dach. Sinnvoll auf Flachdach, Freifläche oder am Geländer. |
| EntwicklungAlpine Anlagen | Was dahinterstecktAnlagen über der Nebelgrenze, steil aufgestellt, auf Winterstrom ausgerichtet. | Was das für ein Hausdach heisstBetrifft die Stromversorgung insgesamt, nicht Ihr Dach. Ändert nichts an Ihrer Rechnung. |
| EntwicklungAgri-Photovoltaik | Was dahinterstecktLandwirtschaftliche Fläche gleichzeitig für Strom und Anbau nutzen. | Was das für ein Hausdach heisstFür Betriebe ein Thema, für das Wohnhaus nicht. |
| EntwicklungSpeicher | Was dahinterstecktKapazitäten und Preise bewegen sich. Die Grundfrage bleibt: Er verschiebt Stunden, keine Jahreszeiten. | Was das für ein Hausdach heisstRechnen Sie ihn getrennt von der Anlage — das gilt heute wie in fünf Jahren. |
Was Warten kostet
Wer ein Jahr wartet, verzichtet ein Jahr lang auf den Eigenverbrauchsvorteil. Bei einem Medianhaushalt sind das rund 27,7 Rappen je selbst verbrauchter Kilowattstunde — Geld, das nicht nachträglich anfällt.
Dem gegenüber steht ein Modulfortschritt, der sich über ein Jahr im niedrigen einstelligen Bereich bewegt. Die Rechnung geht selten zugunsten des Wartens aus.
Anders liegt der Fall, wenn ohnehin eine Dachsanierung ansteht. Dann gehören beide Arbeiten zusammen — das spart Gerüst und verhindert, dass eine neue Anlage auf einem alten Dach liegt.
Wir geben keine Prognose zur Preisentwicklung ab. Die Aussage betrifft nur den entgangenen Eigenverbrauch, und der ist belegbar.
Vier Punkte zur Entwicklung
01Werden Module bald deutlich besser?
Der Wirkungsgrad steigt seit Jahren in kleinen Schritten. Ein Sprung, der eine heutige Anlage entwertet, ist nicht absehbar — und die Module halten ohnehin sehr lange.
02Lohnt sich Warten auf günstigere Speicher?
Möglich, aber der Speicher ist ohnehin eine eigene Entscheidung. Sie können die Anlage heute bauen und den Speicher später ergänzen — vorausgesetzt, der Wechselrichter ist vorbereitet.
03Sind alpine Anlagen eine Konkurrenz für mein Dach?
Nein. Sie zielen auf den Winterstrom im Netz, nicht auf Ihren Eigenverbrauch. Ihre Rechnung hängt am Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung, und den ändern sie nicht.
04Was ist mit neuen Zelltechnologien?
Es gibt Forschung mit höheren Wirkungsgraden. Was auf Schweizer Dächern verbaut wird, ist heute Silizium. Verlassen Sie sich für Ihre Entscheidung auf das, was lieferbar ist und eine Garantie hat.
Was dazugehört
| Beitrag | Worum es dort geht |
|---|---|
| BeitragSolarmodule und Modularten | Worum es dort gehtWas heute auf dem Dach liegt. |
| BeitragBatteriespeicher | Worum es dort gehtDie getrennte Rechnung. |
| BeitragLebensdauer und Verschleiss | Worum es dort gehtWie lange die Anlage hält. |
Der Eigenverbrauch beginnt am Tag der Inbetriebnahme.
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Datenstand 12. September 2026. Quellen: Swissolar · EnergieSchweiz · Sonnendach.ch des Bundes · Pronovo, abgerufen am 12. September 2026.