Welche Anlagengrösse zu Ihrem Haus passt
Das Dach einmal richtig auszunutzen ist fast immer günstiger als zweimal zu bauen.
Die Frage nach der Grösse wird meistens zu klein beantwortet. Drei Ansätze stehen zur Wahl, und sie führen zu sehr unterschiedlichen Anlagen.
Drei Wege zur Grösse — mit unterschiedlichem Ergebnis
Welcher Ansatz gewinnt, entscheidet Ihr Rücklieferungstarif. Liegt er nahe bei der gesetzlichen Untergrenze von 6 Rappen, wird jede zusätzliche eingespeiste Kilowattstunde schlecht bezahlt. Zahlt Ihr Werk mehr, verschiebt sich die Rechnung Richtung grösser.
| Ansatz | Wie gerechnet wird | Was dabei herauskommt |
|---|---|---|
| AnsatzNach dem eigenen Verbrauch | Wie gerechnet wirdDie Anlage deckt ungefähr den Jahresverbrauch | Was dabei herauskommtDie kleinste Variante. Hoher Eigenverbrauchsanteil, wenig Überschuss — aber das Dach bleibt teilweise ungenutzt. |
| AnsatzNach der nutzbaren Dachfläche | Wie gerechnet wirdAlles belegen, was sinnvoll belegbar ist | Was dabei herauskommtDie grösste Variante. Mehr Ertrag, tieferer Preis je Kilowattpeak, dafür mehr Einspeisung zum Rücklieferungstarif. |
| AnsatzDer Mittelweg | Wie gerechnet wirdDie guten Flächen voll belegen, schlechte weglassen | Was dabei herauskommtMeist die beste Rechnung: Der Preisvorteil der Grösse wird mitgenommen, ohne schlechte Flächen zu bezahlen. |
Warum später erweitern teuer ist
Gerüst, Anfahrt, Planung, Meldung, Anschlussgesuch — all das fällt beim zweiten Mal erneut an, unabhängig davon, wie viele Module dazukommen. Diese Posten sind bei einer kleinen Erweiterung schnell teurer als die Module selbst.
Dazu kommt: Bei einer Erweiterung wird für die Einmalvergütung nur der Zubau gerechnet, und die Unterlagen der bestehenden Anlage gehören dazu.
Wer also schwankt, baut lieber einmal etwas grösser — vorausgesetzt, die Fläche taugt und die Statik trägt.
Vier Punkte zur Grösse
01Soll ich für ein künftiges Elektroauto grösser bauen?
Wenn es absehbar kommt, ja. Ein Auto ist eine grosse, steuerbare Last und hebt den Eigenverbrauch deutlich — dann trägt auch eine grössere Anlage.
02Gibt es eine Obergrenze?
Technisch begrenzt die Dachfläche, förderrechtlich ändern sich die Sätze ab 30 Kilowatt und das Verfahren ab 100 Kilowattpeak. Für ein Einfamilienhaus sind diese Grenzen weit weg.
03Was ist mit dem Nordanteil des Dachs?
Selten sinnvoll. Bevor Sie Nordflächen belegen, prüfen Sie Ost und West — die liefern deutlich mehr und verteilen den Ertrag über den Tag.
04Muss die Anlage zum Verbrauch passen?
Nicht zwingend. Sie darf mehr erzeugen, als Sie verbrauchen — der Überschuss wird vergütet. Die Frage ist nur, ob sich der Zusatzertrag zum Rücklieferungstarif lohnt.
Was dazugehört
| Beitrag | Worum es dort geht |
|---|---|
| BeitragKosten pro Kilowattpeak | Worum es dort gehtWarum grössere Anlagen je Kilowatt günstiger sind. |
| BeitragKosten pro Quadratmeter | Worum es dort gehtVon der Dachfläche zur Leistung. |
| BeitragEinspeisen oder selbst verbrauchen | Worum es dort gehtWas der Überschuss wert ist. |
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Datenstand 12. September 2026. Quellen: Swissolar · EnergieSchweiz · Sonnendach.ch des Bundes · Pronovo, abgerufen am 12. September 2026.