Photovoltaikanlage Binningen: Förderung, Kosten und Ertrag
25 % von der Gemeinde — und mehrere Offerten von uns.
Binningen ist unter den zwölf grössten Baselbieter Gemeinden die einzige mit einem eigenen Fördertopf für Solarstrom. Der Energiefonds, 2026 mit 2.6 Millionen Franken neu geäufnet, legt ein Viertel auf den Bundesbeitrag, für Anlagen bis 9.99 Kilowattpeak.
Vergleichswert für alle Gemeindeseiten: Der Vollpreis für das Standardprofil H4 liegt 2026 in Binningen bei 31.98 Rappen je Kilowattstunde, ohne Mehrwertsteuer (Erhebung der ElCom). Diese Zahl steht auf jeder Gemeindeseite und macht die Orte untereinander vergleichbar.
Was eine Photovoltaikanlage in Binningen teurer oder günstiger macht
Binningen ist dicht bebaut, stadtnah und geprägt von Villenquartieren, die sich gegen das Bruderholz hinaufziehen. Die Dächer sind kleinteilig und meist geneigt, oft mit Gauben und Dachfenstern zwischen den nutzbaren Feldern. Der Aufwand steckt daher weniger im Modul als in der Belegungsplanung und im Gerüst am Hang.
Eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus mit rund zehn Kilowattpeak liegt bei 18'000 bis 24'000 Franken, bevor ein Förderfranken abgezogen ist; ein Batteriespeicher kostet weitere 6'000 bis 11'000. Bandbreiten aus unserem Betriebsnetz, keine Festpreise. In Teilbereichen gelten Gestaltungsvorgaben der Ortsplanung; auch die klärt der Partnerbetrieb.
Der Energiefonds Binningen: ein Viertel, das es sonst nirgends gibt
Drei Ebenen kommen in Frage; in Binningen zahlen zwei davon.
| Ebene | Was Sie bekommen | Was daraus folgt |
|---|---|---|
| EbeneBund | Was Sie bekommenEinmalvergütung über Pronovo: unter 30 Kilowatt 360 Franken je Kilowatt für angebaute, 400 für dachintegrierte Anlagen. Dazu ein Grundbeitrag, dessen Höhe wir nicht beziffern — sie liegt uns nicht belegt vor. | Was daraus folgtMassgebend ist die Inbetriebnahme. Die Ansätze gelten bis 31. März des Folgejahres; beim Baustart im Frühjahr behalten wir den Stichtag im Auge. |
| EbeneKanton Basel-Landschaft | Was Sie bekommenKeinen Beitrag je Kilowattpeak. Einziger Titel ist der Bonus Photovoltaik-Anlage im Baselbieter Energiepaket: 40 Franken je Quadratmeter Modulfläche auf dem Dach, 120 an der Fassade. | Was daraus folgtEr greift nur mit einer energetischen Sanierung des Bauteils, auf dem die Module liegen, und nur bei Eingabe vor Baubeginn. |
| EbeneGemeinde Binningen | Was Sie bekommen25 Prozent des Bundesbeitrags aus dem Energiefonds, für private Anlagen bis 9.99 Kilowattpeak; grössere werden bis zu dieser Leistungsgrenze gefördert. Der Fonds wurde 2026 mit 2.6 Millionen Franken neu geäufnet. | Was daraus folgtDer Beitrag hängt am Bundesbescheid: Solange nicht feststeht, was Pronovo ausrichtet, ist das Viertel nicht berechenbar. Beide Gesuche stellt Ihr Partnerbetrieb. |
Unsere eigene Rechnung, damit die 25 Prozent eine Zahl bekommen: Eine angebaute Photovoltaikanlage von 9.99 Kilowattpeak löst beim Bund 360 Franken je Kilowatt aus, also 3'596.40 Franken Leistungsbeitrag. Ein Viertel davon, 899.10 Franken, legt Binningen dazu. Die Addition stammt von uns — und sie ist zu tief gegriffen, weil der nicht belegte Grundbeitrag ebenfalls zum Bundesbeitrag zählt und hier fehlt.
Was der Netzstrom kostet und was die Rücklieferung einbringt
Die Primeo-Ansätze gelten netzgebietsweit einheitlich — in Binningen keinen Rappen anders als in Oberwil oder Birsfelden. Alle Werte ohne Mehrwertsteuer.
| Position | 2026 | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| PositionBezug im Hochtarif | 2026rund 31.66 Rp./kWh | Was dahinterstecktEnergie 14.40, Netznutzung 14.20, Abgaben 3.055 Rappen; dazu 4.10 Prozent Konzessionsabgabe auf Netznutzung und Messtarif, 6.00 Franken Grundpreis, 7.00 Franken Messkosten im Monat. Im Niedertarif 13.00 und 9.45 Rappen, zusammen rund 25.51. Beide Summen sind unsere Addition, kein Total von Primeo. |
| PositionRücklieferung | 202610.266 Rp./kWh | Was dahinterstecktKein Fixpreis: vergütet wird der Referenzmarktpreis des Bundes, quartalsweise, hier fürs erste Quartal 2026 unter 30 Kilowatt; die späteren sind nicht publiziert. Sinkt der Satz unter die Mindestvergütung von 6.00 Rappen, greift diese. |
| PositionHerkunftsnachweis | 2026+2.00 Rp./kWh | Was dahinterstecktGetrennt vergütet, ab 2 Kilowattpeak und 2026 auf höchstens 2 Rappen begrenzt; darunter keine Abnahme. Wer ihn verkauft, darf seinen Strom nicht mehr so nennen. |
| PositionWert einer selbst genutzten kWh | 202621.39 Rp. | Was dahinterstecktDer Abstand zwischen 31.66 und 10.266 Rappen, auch das unsere Rechnung. Um so viel ist jede Kilowattstunde wertvoller, die im Haus bleibt — das Argument für Speicher und Wärmepumpe. |
Die Meldung geht nach Liestal, nicht ins Binninger Gemeindehaus
Hier biegen im Baselbiet die meisten Bauherren falsch ab: Zuständig ist nicht die Gemeinde, sondern das kantonale Bauinspektorat. Eine genügend angepasste Solaranlage in der Bauzone ist meldepflichtig; die Meldung muss 30 Tage vor der Realisierung vorliegen. Strengere kommunale Vorschriften hat der Kanton aufgehoben.
Anders in Kern-, Ortsbild- und Denkmalschutzzonen sowie bei Denkmälern von kantonaler Bedeutung: Dort braucht es eine Baubewilligung. Die Denkmalpflege verlangt dann je Dachfläche eine einzige, kompakte, rechteckige und dachrandparallele Anlage, höchstens 20 Zentimeter Aufbauhöhe und reflexionsarme Module. Ob Ihr Haus betroffen ist, prüfen wir vorab; die Meldung schreibt der Partnerbetrieb.
Ein Binninger Einfamilienhaus, 9.99 Kilowattpeak
Bewusst genau auf der Fördergrenze der Gemeinde gerechnet, mit den Primeo-Ansätzen für 2026. Was eine Photovoltaikanlage am Bruderholzhang bringt, hängt an Ausrichtung, Neigung und Horizont — die Ertragsspanne unten ist eine Annahme für ein durchschnittliches Dach, die Ihres nicht beschreibt.
| Fall | Produktion | Im Haus genutzt | Gesparter Bezug | Rücklieferung | Jahresnutzen |
|---|---|---|---|---|---|
| Fallohne Speicher | Produktion9'490 kWh | Im Haus genutzt30 % | Gesparter Bezug901 CHF | Rücklieferung682 CHF | Jahresnutzen1'583 CHF |
| Fallohne Speicher | Produktion10'490 kWh | Im Haus genutzt30 % | Gesparter Bezug996 CHF | Rücklieferung754 CHF | Jahresnutzen1'750 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion9'490 kWh | Im Haus genutzt60 % | Gesparter Bezug1'803 CHF | Rücklieferung390 CHF | Jahresnutzen2'193 CHF |
| Fallmit Speicher | Produktion10'490 kWh | Im Haus genutzt60 % | Gesparter Bezug1'993 CHF | Rücklieferung431 CHF | Jahresnutzen2'424 CHF |
Jahresnutzen im Vergleich
Je länger der Balken, desto grösser der Wert in der Spalte «Jahresnutzen» der Tabelle darüber. Die Balkenlänge zeigt das Verhältnis der Zeilen zueinander, nicht einen absoluten Massstab.
Annahmen: 9.99 Kilowattpeak, 950 bis 1'050 Kilowattstunden je Kilowattpeak und Jahr. Ins Netz gehen ohne Speicher 70 Prozent des erzeugten Stroms, mit Speicher noch 40 Prozent. Bezug zu 31.66 Rappen, Rücklieferung zu 10.266 Rappen, ohne Mehrwertsteuer und ohne Verkauf des Herkunftsnachweises; der erste Wert ist unsere Addition, der zweite ein Quartalswert. Ohne Degradation, Versicherung und Unterhalt.
Vier Punkte, an denen es hier konkret wird
01Der Energiefonds Binningen: wer bekommt die 25 Prozent, und wofür?
Der Fonds richtet sich an private Anlagen auf Binninger Boden und zahlt ein Viertel dessen, was der Bund über die Einmalvergütung ausrichtet; die Grenze liegt bei 9.99 Kilowattpeak. Für dieses Jahr liegen 2.6 Millionen Franken darin — kein symbolisches Restgeld. Unter den zwölf grössten Gemeinden des Kantons steht Binningen damit allein da; wer Ihnen dasselbe für Reinach verspricht, hat nicht nachgesehen.
Weil der Beitrag am Bundesbescheid hängt, ist er erst nach dem Entscheid von Pronovo bezifferbar. Darum stellt Ihr Partnerbetrieb beide Gesuche in der richtigen Abfolge; Sie bekommen die Papiere zur Unterschrift, sonst nichts.
029.99 Kilowattpeak: warum diese Grenze — und soll man deswegen kleiner bauen?
Die Grenze ist eine Förderobergrenze, keine Baugrenze: Sie hält den Fonds beim typischen Hausdach. Entscheidend ist, was dahintersteht — wer mehr baut, verliert den Zuschuss nicht. Die Förderung fliesst auch bei einer grösseren Photovoltaikanlage bis zur Leistungsgrenze von 9.99 Kilowattpeak; der Anteil darüber wird nicht mitgerechnet.
Damit ist die häufigste Sorge vom Tisch: Ein Dach künstlich unter der Grenze zu halten, bringt nichts. Der Gemeindebeitrag bleibt derselbe, die zusätzlichen Kilowatt bringen zusätzlichen Strom. Über die Grösse entscheiden Fläche, Verbrauch und die Frage, ob Wärmepumpe oder Ladestation dazukommen. Unter 30 Kilowatt bleibt der Bundesbeitrag ohnehin bei 360 Franken je Kilowatt — keine Schwelle, die eine grössere PV-Anlage benachteiligt.
03Hanglage am Bruderholz: was bringt eine Solar-Anlage auf einem Ostdach?
Eine nach Süden geneigte Fläche sammelt übers Jahr am meisten Sonne. Ost und West liefern im Jahrestotal weniger, dafür einen flacheren Verlauf mit einer Spitze am Morgen beziehungsweise am späten Nachmittag — dann also, wenn im Haus wirklich Strom gebraucht wird. Bei der Neigung gilt: flach glättet den Unterschied zwischen Sommer und Winter, steil betont ihn.
In Binningen kommt der Hang dazu. Steigt das Gelände gegen das Bruderholz an, verkürzt der eigene Horizont den Sonnentag; Nachbarbauten und alte Baumbestände tun das Übrige. Verschattung wirkt zudem nicht anteilig, sondern strangweise — eine verschattete Reihe zieht mehr nach unten, als ihre Fläche vermuten lässt. Deshalb schlägt ein kleineres, gut orientiertes und freies Dach eine grössere Fläche, die halbe Vormittage im Schatten liegt. Prozentzahlen erfinden wir nicht; der Partnerbetrieb nimmt den Horizont vor Ort auf.
04Zwei Gesuche, zwei Stellen — und eine Meldung: wer stellt sie?
Den Anfang macht kein Gesuch, sondern die Meldung: Sie geht spätestens 30 Tage vor der Realisierung ans kantonale Bauinspektorat. Danach folgt der Bund: Pronovo wird nach der Inbetriebnahme bedient, und für die Höhe der Einmalvergütung zählt dieses Datum. Erst mit dem Bescheid ist das dritte Papier fällig, das Gesuch an den Energiefonds.
Alle drei erledigt Ihr Partnerbetrieb, in dieser Reihenfolge, weil ein vertauschter Ablauf Zeit und im schlechten Fall Geld kostet. Von Ihnen kommt eine Vollmacht und eine Unterschrift.
Ihr Dach in Binningen — bis zu drei Offerten und ein fertiges Gesuchspaket.
Eine Postleitzahl genügt zum Start. Bis zu drei Betriebe rechnen Ihr Dach durch; der gewählte übernimmt Meldung, Bundesgesuch und Fondsantrag. Kostenlos, ohne Werbung.
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Dieselbe Rechnung für die Nachbarschaft, den Bezirk und den Kanton.
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|---|---|
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| SeiteKanton Basel-Landschaft | Worum es dort gehtDie Spanne der Strompreise im Kanton und die kantonale Förderung. |
| SeitePhotovoltaik Allschwil | Worum es dort gehtNachbargemeinde im Bezirk Arlesheim. |
| SeitePhotovoltaik Reinach (BL) | Worum es dort gehtNachbargemeinde im Bezirk Arlesheim. |
| SeiteLebensdauer und Verschleiss | Worum es dort gehtEin Ratgeberartikel zum Weiterlesen. |
Datenstand 27. August 2026 · fachlich geprüft von XTREMESOLAR. Quellen: Pronovo — Einmalvergütung Photovoltaik 2026 · Gemeinde Binningen — Energiefonds · Primeo Energie — Strompreise und Rücklieferung 2026 · Baselbieter Energiepaket · Kanton Basel-Landschaft — Bauinspektorat · Bundesamt für Energie — Referenzmarktpreis. Die Primeo-Ansätze gelten ab 1. Januar 2026, ohne Mehrwertsteuer; als eigene Rechnung gekennzeichnete Summen stammen von uns. Tarife ändern jährlich, der Marktpreis quartalsweise — diese Seite wird quartalsweise nachgeprüft.