Photovoltaikanlage Burgdorf: Kosten, Förderung, Emmental

Photovoltaik Burgdorf · Verwaltungskreis Emmental

Mit oder ohne Mehrwertsteuer? Sicher ist der Vergleich.

Die Localnet weist den Bezugspreis mit Mehrwertsteuer aus, die Rückliefertarife ohne — gleiches Werk, gleiches Jahr. Burgdorf ist die einzige der zwölf grössten Berner Gemeinden mit brutto publiziertem Preis. Wer beide Zahlen unbesehen abzieht, irrt sich.

zwischen erster und dritter Offertebis zu drei Offerten aus dem EmmentalBetriebe, die das Localnet-Gebiet kennenkostenlos und unverbindlich

1Beginnen wir mit Ihrer Postleitzahl.

2Was haben Sie vor?

3Wie ist Ihr Dach ausgeführt?

4Wie gross ist die Fläche ungefähr?

5Soll ein Batteriespeicher dazu?

6Wann soll die Anlage stehen?

7Haben Sie eine Wärmepumpe?

8Wallbox oder Ladestation geplant?

✓Das genügt für den Anfang.

Schritt 1 von 9

Sieben kurze Fragen — die erste ist die einfachste.

PLZ eintragen — danach geht es weiter.
Schritt 2 von 9

Danach richtet sich, welche Betriebe für Sie in Frage kommen.

Schritt 3 von 9

Die Ausführung bestimmt das Befestigungssystem — und einen guten Teil der Montagekosten.

Schritt 4 von 9

Eine Schätzung genügt. Gemessen wird später vor Ort.

Schritt 5 von 9

Ob sich ein Speicher lohnt, hängt am Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung — die Zahlen dazu stehen weiter unten auf dieser Seite.

Schritt 6 von 9

Massgebend für die Einmalvergütung ist die Inbetriebnahme, nicht der Auftrag.

Schritt 7 von 9

Sie verschiebt den Eigenverbrauch in den Winter — das ändert die Rechnung spürbar.

Schritt 8 von 9

Wer sein Auto zu Hause lädt, verbraucht den eigenen Strom selbst — das rechnet sich doppelt.

Schritt 9 von 9

Wir geben Ihre Angaben an bis zu 3 Betriebe aus der Region weiter. Sie entscheiden, wer Sie kontaktiert.

Kostenlos, unverbindlich, keine Werbeanrufe.

29.66
Rappen im Standardprodukt der Localnet, mit Mehrwertsteuer
8.0
Rappen Boden je eingespeiste Kilowattstunde samt Nachweis, ohne MwSt.
12
Franken weniger im Monat als 2025 bei 4'500 Kilowattstunden im Jahr
0
Franken aus der Stadtkasse — kein laufendes Programm belegt

Vergleichswert für alle Gemeindeseiten: Der Vollpreis für das Standardprofil H4 liegt 2026 in Burgdorf bei 31.93 Rappen je Kilowattstunde, ohne Mehrwertsteuer (Erhebung der ElCom). Diese Zahl steht auf jeder Gemeindeseite und macht die Orte untereinander vergleichbar.

Rücklieferung, Anlagen bis 30 kW ab 6.0 Rp./kWhHerkunftsnachweis +2.0 Rp./kWhBezug auf die Nettogrundlage gebracht 27.44 Rp./kWhRücklieferung, Anlagen bis 30 kW ab 6.0 Rp./kWhHerkunftsnachweis +2.0 Rp./kWhBezug auf die Nettogrundlage gebracht 27.44 Rp./kWh
Kosten

Eine Photovoltaikanlage in Burgdorf hat zwei Preisadressen

Die Stadt zerfällt baulich in zwei Welten. Oben auf dem Sandsteinsporn liegt die Altstadt mit dem Schloss: schmale Gassen, durchgehende Ziegeldächer, geschütztes Ortsbild — dort ist das Gerüst ein Thema, bevor jemand über Module spricht. Unten am Hangfuss stehen gewöhnliche Steildächer, im Gewerbegebiet weite Flächen.

Den Ausschlag gibt selten das Modul, sondern der Zugang: Gerüst, Kabelweg zur Hauptverteilung, Zustand der Deckung. Bei einem Wohnhaus in der Grössenordnung von zehn Kilowattpeak liegen die eingehenden Angebote zwischen 18'000 und 24'000 Franken, noch ohne jeden Abzug; eine Batterie kostet zusätzlich 6'000 bis 11'000. Im geschützten Perimeter liegt eine indachintegrierte Photovoltaikanlage darüber, dafür ist das Dach danach neu geschlossen. Welche Zahl gilt, zeigt sich, wenn mehrere Betriebe dieselbe Fläche rechnen.

Förderung

Wer für ein Burgdorfer Dach zahlt — und wer nur im Archiv steht

Vier Stellen kämen in Frage. Geld gibt es von zweien, und eine zahlt für ein Papier.

StelleWas belegt istWas daraus für Sie folgt
StelleBund, über Pronovo Was belegt istEinmalvergütung mit einem Leistungsbeitrag je Kilowatt: unter 30 Kilowatt 360 Franken angebaut, 400 integriert, ab 30 Kilowatt angebaut noch 300. Ab 75 Grad Neigung ein Bonus, ohne jeden Eigenverbrauch zwischen 2 und 150 Kilowatt 450. Dazu ein Grundbeitrag, dessen Höhe uns nicht belegt ist. Was daraus für Sie folgtMassgebend ist der Tag der Inbetriebnahme; die Ansätze laufen bis 31. März des Folgejahres, die neuen ab 1. April.Das Gesuch stellen wir.
StelleKanton Bern Was belegt istFür Solarstrom nichts. Der Leitfaden führt Gebäudesanierung, Wärmepumpen, Wärmenetze, Ladeinfrastruktur und thermische Solaranlagen. Photovoltaik und Speicher fehlen. Was daraus für Sie folgtWer Ihnen für ein Emmentaler Hausdach einen Kantonsbeitrag verspricht, hat nicht nachgeschaut.
StelleStadt Burgdorf Was belegt istKein aktueller Beitrag belegt. Geblieben ist nur «50+50 Solardächer für Burgdorf» mit rund 100 geförderten Dächern, ohne heute gültige Beträge. Sie verweist auf die Regionale Energieberatung Emmental. Was daraus für Sie folgtDas sagen wir offen, statt eine Zahl zu erfinden. Geht wieder ein Topf auf, stellen wir das Gesuch.
StelleLocalnet AG Was belegt istKein Baubeitrag, aber 2.0 Rappen je Kilowattstunde für den Herkunftsnachweis bei bestehender Abnahmevereinbarung, ohne Mehrwertsteuer. Was daraus für Sie folgtEin Aufschlag je eingespeiste Kilowattstunde, kein Zustupf zum Bau. Wer ihn nimmt, darf den Strom nicht mehr als solar ausgeben.
Tarife der Localnet

29.66 brutto, 6.0 netto: der Bruch im selben Preisblatt

Beide Zahlen stammen vom gleichen Werk und gelten fürs gleiche Jahr — nur stehen sie nicht auf derselben Grundlage.

Position2026Grundlage — und was daraus folgt
PositionBezug, Standardprodukt Niederspannung bis 100'000 kWh202629.66 Rp./kWh Grundlage — und was daraus folgtInklusive 8.1 Prozent Mehrwertsteuer. Ebenfalls brutto: Energie 15.20, Netznutzung 9.30, Systemdienstleistungen und Reserven 0.73, Netzzuschlag Bund 2.49, Gemeindeabgabe 1.89. Zusammen 29.61 — die fünf Hundertstel Abstand sind Rundung, keine zweite Umrechnung. Dazu 11.67 Franken Grundpreis und 6.54 Messung im Monat. Neu 2026: Messtarif separat, kein Hoch- und Niedertarif, dafür solidarisierte Kosten.
PositionRücklieferung, Anlagen bis 30 kW2026ab 6.0 Rp./kWh Grundlage — und was daraus folgtOhne Mehrwertsteuer. Vergütet wird der quartalsweise Referenzmarktpreis des Bundes; fürs erste Quartal 2026 sind 10.27 Rappen ausgewiesen. Im Folgequartal rutschte er unter die Mindestvergütung.
PositionHerkunftsnachweis2026+2.0 Rp./kWh Grundlage — und was daraus folgtOhne Mehrwertsteuer, nur bei Abnahmevereinbarung. Die Untergrenze steigt damit auf 8.0 Rappen — diese Addition stammt von uns.
PositionBezug auf die Nettogrundlage gebracht202627.44 Rp./kWh Grundlage — und was daraus folgt29.66 geteilt durch 1.081. Eigene Umrechnung, kein Wert des Werks. Erst so darf Burgdorf einer Gemeinde gegenüberstehen, die netto publiziert.

Was der Schritt ausmacht, zeigt der Blick in den Nachbarkreis. Die IB Langenthal weisen 27.08 Rappen aus, ausdrücklich ohne Mehrwertsteuer, gültig ab 1. Juli 2026. Legt man 29.66 daneben, wirkt Burgdorf um 2.58 Rappen teurer; auf gleicher Grundlage bleiben 0.36. Beide Städte liegen in der Verwaltungsregion Emmental-Oberaargau, die eine im Verwaltungskreis Emmental, die andere im Oberaargau — verglichen wird trotzdem selten sauber.

Für die eigene Rechnung zählt der volle Bruttopreis: Ein privater Haushalt kann die Steuer nicht zurückfordern. Jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt statt ins Netz zu wandern, ist rund 23.7 Rappen wert und nicht 6.0 — deshalb entscheidet bei einer PV-Anlage der Eigenverbrauch über die Wirtschaftlichkeit.

Ertrag

Was unterhalb des Sporns tatsächlich zusammenkommt

Was eine Photovoltaikanlage abwirft, hängt an drei Grössen: Ausrichtung, Neigung, Schatten. Wo Häuser unter der Altstadtkante stehen, kann die Kuppe morgens oder abends im Weg sein; wie stark, sagt keine Regel, sondern die Analyse Ihres Dachs. Ein Ost-West belegtes Dach liefert übers Jahr weniger als eine gleich grosse Südfläche, verteilt den Ertrag dafür breiter über den Tag — und weil jede selbst genutzte Kilowattstunde rund 23.7 Rappen bringt, kann das die bessere Wahl sein. Wir rechnen unten mit 950 bis 1'050 Kilowattstunden je Kilowattpeak und Jahr: ein Planungswert, keine Zusage.

Bewilligung

Melden statt bewilligen — mit einer Ausnahme oben am Hang

Eine Photovoltaikanlage braucht auf den allermeisten Burgdorfer Dächern kein Baugesuch. Das Bundesrecht erklärt genügend angepasste Dachanlagen in Bau- und Landwirtschaftszone für bewilligungsfrei, verlangt aber die Meldung bei der örtlichen Baubehörde; kantonal steht dasselbe im Baugesetz und im Baubewilligungsdekret, gebunden an die Richtlinien — Steildach höchstens zwanzig Zentimeter Überstand, reflexionsarm verlegt.

Anders liegt es bei schützenswerten und erhaltenswerten Bauten, bei K-Objekten des Bauinventars, bei Kulturdenkmälern kantonaler oder nationaler Bedeutung und in Ortsbildern mit Erhaltungsziel A. Dort verlangt der Kanton das ordentliche Verfahren; für die Altstadt auf dem Sporn heisst das: zuerst der Vorbescheid der Denkmalpflege, dann die Planung, dann das Gesuch. Meldung wie Gespräch mit der Bauverwaltung übernehmen wir.

Beispielrechnung

Neun Kilowattpeak auf einem Haus am Hangfuss

Gerechnet mit den Localnet-Werten 2026, auf einer Photovoltaikanlage, wie sie unterhalb der Altstadt aufs Steildach passt.

FallProduktionim Haus genutztgesparter BezugVergütungNutzen je Jahr
Fallohne BatterieProduktion8'550 kWhim Haus genutzt30 %gesparter Bezug761 CHFVergütung359 CHFNutzen je Jahr1'120 CHF
Fallohne BatterieProduktion9'450 kWhim Haus genutzt30 %gesparter Bezug841 CHFVergütung397 CHFNutzen je Jahr1'238 CHF
Fallmit BatterieProduktion8'550 kWhim Haus genutzt60 %gesparter Bezug1'522 CHFVergütung205 CHFNutzen je Jahr1'727 CHF
Fallmit BatterieProduktion9'450 kWhim Haus genutzt60 %gesparter Bezug1'682 CHFVergütung227 CHFNutzen je Jahr1'909 CHF

Nutzen je Jahr im Vergleich

ohne Batterie 8'550 kWh1'120 CHF
ohne Batterie 9'450 kWh1'238 CHF
mit Batterie 8'550 kWh1'727 CHF
mit Batterie 9'450 kWh1'909 CHF

Je länger der Balken, desto grösser der Wert in der Spalte «Nutzen je Jahr» der Tabelle darüber. Die Balkenlänge zeigt das Verhältnis der Zeilen zueinander, nicht einen absoluten Massstab.

Annahmen: 950 bis 1'050 Kilowattstunden je Kilowattpeak und Jahr auf neun Kilowattpeak. Ohne Batterie wandern 70 Prozent der Produktion ins Netz, mit Batterie noch 40 — der Rest deckt den Bedarf im Haus. Bezug 29.66 Rappen inklusive, Vergütung 6.0 Rappen ohne Mehrwertsteuer und ohne abgetretene Nachweise. Alterung, Versicherung und Unterhalt sind nicht drin.

Aus Burgdorf gefragt

Vier Punkte, an denen es hier am ehesten schiefgeht

01Mit oder ohne Mehrwertsteuer? Der Bruch im selben Preisblatt

In den 29.66 Rappen stecken die 8.1 Prozent Mehrwertsteuer, ebenso in jeder Einzelposition und im Grundpreis. Die Sätze für zurückgelieferten Strom nennt dasselbe Werk netto — die übliche Trennung zwischen Verkauf und Einkauf. Zur Falle wird sie, sobald jemand beide Zahlen unbesehen abzieht.

Für den Haushalt geht die Subtraktion auf: Er ist nicht steuerpflichtig und zahlt den Bruttopreis. Schief geht der Vergleich mit anderen Orten. Elf der zwölf grössten Berner Gemeinden publizieren netto, Burgdorf brutto — wer das verschweigt, lässt die Stadt teurer aussehen, als sie ist.

02Altstadt auf dem Sandsteinsporn: indachintegriert oder gar nicht

Oben auf dem Sporn beginnt jedes Vorhaben beim Vorbescheid der Denkmalpflege, und der fällt selten zugunsten der aufgesetzten Lösung aus. Eine angebaute Anlage sitzt auf Haken durch die Ziegel und auf Schienen über der Deckung — sie trägt auf und zeichnet sich in der Dachlandschaft ab. Die integrierte Bauweise nimmt den Platz der Ziegel ein: Die Module bilden die Dachhaut selbst und liegen bündig in der Fläche.

Der Bund erkennt den Mehraufwand an: unter dreissig Kilowatt 400 Franken je Kilowatt integriert statt 360 angebaut. Auf neun Kilowattpeak sind das 3'600 statt 3'240 Franken — diese Multiplikation stammt von uns. Ziegelfarbene Module leisten eines: Sie senken den Kontrast zur Deckung. Den Vorbescheid ersetzen sie nicht, und was die Farbschicht an Ertrag kostet, ist uns nicht belegt. Die Abklärung führt Ihr Partnerbetrieb.

03Solaranlage im Emmental: was regional gilt und was örtlich

Burgdorf gehört zum Verwaltungskreis Emmental, einem von zehn im Kanton, und dieser mit dem Oberaargau zur Verwaltungsregion Emmental-Oberaargau; die alten Amtsbezirke sind seit 2010 weg. Das Recht kommt vom Kanton, die Meldung nimmt die Standortgemeinde entgegen — dreissig Tage vor dem ersten Handgriff.

Seit dem 1. Januar 2026 kennt der Kanton eine Solarpflicht. Bei Neubauten und Erweiterungen muss die Anlage zehn Prozent der anrechenbaren Gebäudefläche abdecken; wo ein Dach jährlich 1'000 Kilowattstunden pro Quadratmeter empfängt, sind sechzig Prozent der Bruttofläche zu belegen. Für bestehende Gebäude gilt bei umfassender Dachsanierung nur eine Meldepflicht, keine Baupflicht. Die Werte stammen aus einer Fachmeldung; die Anwendung prüft der Partnerbetrieb.

04«50+50 Solardächer» — was aus dem alten Programm geworden ist

Es ist Geschichte: Rund hundert Dächer wurden über «50+50 Solardächer für Burgdorf» gefördert, aktuelle Ansätze bestehen nicht mehr, ein Nachfolgeprogramm ist uns nicht belegt. Die Stadt verweist auf die Energieberatung Emmental und energiefranken.ch.

Bezahlt wird Ihre Anlage aus zwei Quellen. Die erste ist die Einmalvergütung des Bundes über Pronovo, die sich nach Leistung und Bauweise richtet. Die zweite läuft über den Betrieb: die 2.0 Rappen der Localnet für den Herkunftsnachweis. Anmeldung, Gesuch und Schriftverkehr sind unsere Arbeit — Sie unterschreiben und lassen bauen.

Bis zu drei Angebote fürs Burgdorfer Dach, alle auf derselben Grundlage.

Es beginnt mit der Postleitzahl und sieben kurzen Fragen. Danach suchen wir Betriebe im Emmental, holen die Offerten ein und kümmern uns um Meldung und Gesuch.

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Dieselbe Rechnung für die Nachbarschaft, den Bezirk und den Kanton.

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Datenstand 27. August 2026 · fachlich geprüft von XTREMESOLAR. Quellen: Localnet AG — Preise 2026 · Stadt Burgdorf · energiefranken.ch · Pronovo — Einmalvergütung · BFE — Referenzmarktpreis · BELEX — KEnG, KEnV, BauG · BFS — Wohnbevölkerung. Einwohnerzahl 17'292 nach dem Bundesamt für Statistik per 31.12.2024; die Stadt nennt 17'530 per 31.12.2025 aus ihrer Einwohnerkontrolle, plus 270 — die Reihen sind nicht vergleichbar. Bezugspreise inklusive, Rückliefersätze ohne Mehrwertsteuer; ein kommunaler Beitrag ist nicht belegt. Ansätze ändern jährlich, quartalsweise nachgeprüft.